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Fundstücke

I. Metallteile

Als wir im Herbst 2003 in unserem Holzschuppen Betonplatten verlegten, stiessen wir auf eine Art Aschegrube. Neben Asche und Kohleresten fanden wir auch Material, das eindeutig einer Schmiede zugeordnet werden kann. Ob dieser Schrott aber tatsächlich aus der Zeit vor 1945 stammt, kann nicht mit endgültiger Sicherheit behauptet werden.

II. Leder

Hier handelt es sich um zwei ganze Häute, die allem Anschein nach vom Schaf stammen (ca. 1m mal 70 cm)
Der "Finder" beschrieb sehr genau den Ort an dem diese Häute gelegen haben, daher sind wir von der "Echtheit" dieser beiden Häute überzeugt. Allerdings hat die lange Lagerung auf einem Dachboden die Häute fast zerstört.

Fast auf den Tag genau 60 Jahre nach dem das Materiallager im Ölhof zur Plünderung durch die Bevölkerung freigegeben wurde, haben uns Freunde weitere Fundstücke geschickt. Mehrere Zeitzeugen bestätigten unabhängig voneinander, daß es sich bei diesen Lederhäuten um Leder aus dem Ölhof handelt. Es soll in großer Menge in der Gruppe IV eingelagert gewesen sein.

Auf einem Dachboden in Bleckede und im Falle des kleineren Stückes, in der Ecke einer Werkstatt, hatten die abgebildeten Lederstücke die Zeit überdauert.

Gleich nach dem Krieg sollte aus diesem sehr starken und stabilen Leder vielleicht Schuhe oder Taschen gefertigt werden. Vielleicht war es auch zum Tausch für Lebensmittel und Zigaretten vorgesehen.

III. Schaumstrahlrohre der Ölhof - Feuerwehr

Diese Schaumstrahlrohre der Firma Total aus Apolda, gehörten ursprünglich zum Material der Feuerwehr im Ölhof. Nach dem Krieg gelangten sie in den Bestand der Feuerwehr in Bleckede. Hier wurden zwei der vier Rohre vortrefflich restauriert und sind heute noch in ausgezeichnetem Zustand.
Alle Buchstaben und Ziffern auf dem Typenschild von 1940 sind noch deutlich zu erkennen.

Geschichtliche Entwicklung:
Das sogenannte Luftschaum-Verfahren geht bis in das Jahr 1923 zurück. Aber erst als Wilhelm Friedrich das gerätetechnisch unkomplizierte und dabei äußerst leistungsfähige "Strahlrohrschaum-Verfahren" erfunden hatte, war die Entscheidung für den Luftschaum endgültig gefallen.

Sein 1932 patentiertes Luftschaumstrahlrohr, das unter dem Namen Kometrohr bekannt geworden ist, setzte sich bei den Feuerwehren durch. Es wurde später noch in Einzelheiten verbessert und gehört heute zur Standartausrüstung der Feuerwehren in der ganzen Welt.

Der heute im Brandschutz verwendete Schaum ist ausschließlich Luftschaum. Schaum ist das einzige Löschmittel, das nicht in fertiger Form auf Löschfahrzeugen mitgeführt wird, sondern erst an der Einsatzstelle erzeugt werden muß. Schaum besteht im allgemeinen aus drei Komponenten Wasser, Schaummittel und Luft.

Die Wasser / Schaummittellösung kann vorgemischt sein oder erst an der Einsatzstelle durch Zumischer erzeugt werden. Zu einer gezielten Abgabe des erzeugten Schaums dienen die Schaumrohre.

Wasseranschluß und Zumisch-Ventil am Luftschaumrohr

IV. Schlüssel und Locheisen mit Siegel:

Der hier abgebildete Schlüssel hat die Zeit seit seiner letzten Verwendung vielleicht in irgendwelchen Kästchen, Regalen oder Taschen zugebracht. Es ist bewiesen, dass dieser Schlüssel aus dem Ölhof in Bleckede stammt. Leider kann durch den ehemaligen Besitzer nicht mehr erklärt werden für welche Türen dieser Schlüssel passte. Der Ziffer 34 zur Folge müsste der Schlüssel zu einem Tank der Gruppe VI gehört haben. Möglich ist aber auch, das dieser Schlüssel zu einem bestimmten Schlüsselbund gehört hat.

Die Bedeutung der anderen Zeichen auf dem Schaft scheint hingegen weniger geheimnisvoll. Warum aber ein einzelner Schlüssel mit dem offiziellen "Reichsdeutschen Siegel" (der obere Abdruck ist unvollständig) gestempelt wurde, ist bisher nicht bekannt.

Drei Locheisen, nachweislich aus dem Ölhof in Bleckede

Auf dem Schaft der Locheisen wurde jeweils, stark verkleinert das "Reichsdeutsche Siegel" eingeschlagen. Erst in der starken Vergrösserung einer Makro-Aufnahme kann man den Stempel erkennen.

wappen_nazi-d

"Reichsdeutsches Siegel" 1939-1945,
Adler mit ausgebreiteten Schwingen und Hakenkreuz im Lorbeerkranz


V. Münze (Pfennig)

Am 05. Juni 2011 fanden wir bei uns im Garten eine kleine Zwei-Pfennig-Münze von 1937,  vermutlich ein original Ölhof-Fundstück. 




Nachrichten:


Wanderung mit Vortrag im Ölhof

Samstag, 29. März 2014

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Buchtipp und Veranstaltungshinweis:

21. Oktober 2013,  18.00 Uhr

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September  2012

- plötzlicher Tod von Hans Benecke

einige Gedanken...


04. März  2012

 

Feuer im Ölhof

Bericht der Feuerwehr Bleckede

Gebäude Nr.49


seit November  2011

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weitere Infos und Kommentare


Juni 2011

Die Liste der Fundstücke wurde um einen kleinen Fund erweitert.


Mai 2011

Aus dem Videomitschnitt des Vortrages vom 30.09.2009 in Bleckede sind kleine Clips entstanden die bei den jeweiligen Themen einsehbar sind.  

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Letzte Änderung:
January 18. 2014 20:22:02

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