Trafostationen

 

 

Für die Versorgung der Öltankanlage bei Bleckede mit elektrischer Energie wurde 1916/17 eine Überlandleitung geplant. Ausgangspunkt dieser Leitung war das bestehende Netz der Überlandversorgung aus dem Bereich Lüneburg. Der Anschluss sollte in Thomasburg erfolgen. Von dort sollte eine Überlandleitung über Breetze zu den geplanten Ölbehältern in Bleckede verlaufen. Bisher sind keine weiteren Quellen über den tatsächlichen Bau dieser Stromleitung bekannt.

 

Bild 1: Bearbeitete Kopie der Planskizze der Überlandleitung über Breetzte zum Marinegelände 1918, Quelle: Hann. 180 Lüneburg Acc. 3/015 Nr. 248.

 

In einem anderen Lageplan von 1917 ist der Verlauf der Starkstromleitung zum Öllager aus Richtung Süden kommend, entlang der Straße nach Dahlenburg eingezeichnet. Nach diesem Plan sollte die Leitung an einem Transformatorenhaus in der Nähe des ehemaligen Wasserwerkes (Gebäude Nr. 57) enden.

 

Bild 2: Geplante Stomleitung am Öllager, Auszug aus dem Lageplan von 1917, Hann. 180, Lüneburg Acc. 3/015 Nr. 248.

 

Die Verladeanlage am Hafen erhielt ihre elektrische Energie wahrscheinlich schon von 1918 an über das Kraftwerk Bleckede. Hintergrund dieser Entscheidung war vermutlich die Tatsache, dass im Kraftwerk Bleckede ab 1903 Dampfmaschinen zur hinreichenden Stromerzeugung installiert waren, sodass auf die Energieübertragung durch lange  Überlandleitungen (Gelegenheit zur Sabotage?) verzichtet wurde.

 
s. dazu auch:

 

Im Transformatorenhaus am Hafen wurde der Strom aus den Überlandleitungen für die gesamte Anlage umgeformt und von hier aus über ein eigenständiges 5KV-Leitungsnetzt zum Ölhof geführt. Die Leitung kam vom Kraftwerk Bleckede am Trafohaus an und wurde dann über einen Mast auf dem „Platschen“ (Deichvorland) zum Deich an der Altwendischthunerstr. geführt. Von dort verlief die Leitung neben dem Deich bis zum Schiedenitzweg und von dort entlang der Dahlenburgerstr. Auf Höhe der Tankgruppe I befand sich im Wald ein kleiner Bunker. Von hier aus wurde die Stromleitung unterirdisch bis zum Gebäude Nr. 46 geführt und von dort aus weiter verteilt. Die Stromleitungen am Deich  und an der Dahlenburgerstr. wurden in der Nachkriegszeit zum Teil in das Bleckeder Leitungsnetz integriert.

 

 

 

 

 

Die Gebäude unter dieser Rubrik sind:

 

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