Gebäude Nr. 45

 

 

Lokschuppen I

 

Das Gebäude Nr.45 war ursprünglich einer der zwei Lokschuppen im Oelhof. Erbaut um 1937. Das Gebäude liegt weit südlich hinter der Tank-Gruppe I, am Ende der Gleisanlagen im Ölhof.  Der Verladebahnhof im Oelhof wurde nach 1947 umgebaut. Das Gleis zum Lokschuppen wurde abgerissen und ein Gleis neben den Schuppen gelegt. Der Lokschuppen selbst wurde zu einer Lagerhalle umgebaut und von der „Landwistschaftlichen Bezugs,- und Absatzgenossenschaft (L.B.A.G.)“ später „Saatbau Dahlenburg EGmbH“  genutzt.

 

Bild 1: Lageskizze Gebäude Nr. 45 bei der Tank-Gruppe I, Stand 1945 Die Ölleitungen wurden rot und die Wasserleitungen blau eingefärbt.

 

Obwohl im Oelhof nie eine Lokomotive stationiert war, existieren Berichte von Zeitzeugen, in denen die Rede davon ist, dass hier zumindest hin und wieder einmal eine Lokomotive eingestellt war. Es gibt heute aber keine Hinweise auf eine Bekohlungsanlage oder eine Aschegrube. Möglich scheint, das dieser Lokomotivschuppen von der Bleckeder Kleinbahn oder vom Eisenbahnausbesserungswerk in Bleckede mit genutzt wurde um hier Fahrzeuge vorübergehend abzustellen. Ein Beweis dafür kann aber nicht geliefert werden.

In einer Bauzeichnung von 1949 ist im Gebäudequerschnitt eine Grube eingezeichnet, somit konnten hier kleinere Wartungsarbeiten durchgeführt werden, z.B. war das „Abschmieren“ einer Dampfllok hier gut möglich.

 

Bild 2: Querschnitt durch das Gebäude Nr. 45, Ausschnitt aus den Umbauplänen 1949, Sammlung Bendler.

 

In einem Wertermittlungsgutachten (ebenfalls von 1949) wird das Gebäude eindeutig als: „ehem. Marine Ölhof Bleckede, Lokomotivschuppen Nr. 45“ beschrieben. In diesem Gutachten ist belegt, dass das Dach und die Hallendecke von einem Artilleriegeschoss durchschlagen waren. Der einzige durch direkte Kriegseinwirkung erfolgte Schaden im Oelhof der aktenkundig wurde.

 

Bild 3: Lagerschuppen der Saatbau-Genossenschaft Dahlenburg, ca. 1965

Heute ist dieser ehemalige umgebaute Lokschuppen in erstklassigem Zustand. Als Teil der Anlage der Gaststätte „Waldfrieden“ in Bleckede, sind heute Ferienappartements eingebaut worden.

 

An der Giebelseite des Gebäudes  kann man heute noch deutlich die Umrisse der Türöffnung erkennen. Große Türflügel verschlossen den ehemaligen Lokschuppen.

 

Bild 6: Ansicht der Giebelseite, ehemaliger Lokschuppen, Gebaeude Nr. 45, Jun. 2014, Foto Bendler.

 

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