Die Anlage

 

 

Unter dieser Rubrik wird der jeweilige Sachstand der Spurensuche in einer Zusammenfassung wiedergegeben.

Berichte zur Anlage, in den verschiedenen Zeitabschnitten, sind auf mehren Seiten verteilt und über die dargestellten Menuepunkte zu erreichen. Alle Quellenangaben die die Rubrik „die Anlage“ betreffen sind in Fussnoten kursiv dargestellt.

 

Bild 1: Lageplan der Tankgruppen, Zeichnung L. Kasper, nach Unterlagen aus dem Stadtarchiv Bleckede 1995

 

Das ehemalige Öllager  in Bleckede war ein Tanklager der Kriegsmarine. Baubeginn dieser Anlage war 1917. Neben dem Öl-Lager in Bleckede existierte ab 1918 ein weiteres Öl-Lager in Achim an der Weser. Beide zusammen waren die ersten Marine-Öllager im deutschen Reich. Der Begriff „Ölhof“, als Bezeichnung für die Öllager ist eine Wortschöpfung der Kriegsmarine und fand erst ab 1935 Verwendung [1].

In Bleckede waren neben Schweröl auch andere Stoffe, wie z.B. Gasöl (Diesel) Braunkohlenteeröl, Steinkohlenteeröl, Dekalin [2] und Alkohl eingelagert [3]. Zum Tanklager gehörte eine Verladeanlage am Hafen in Bleckede, die durch eine unterirdische Rohrleitung mit dem Ölhof verbunden war.

Ab 1940/41 wurde in der Tank-Gruppe IV ein Marine-Nachschublager, aufgeteilt in zwei Bereiche, eingerichtet.

  

[1] (vergl. auch, Zieb, Paul; Logistische Probleme der Kriegsmarine, Nackargemünd 1961, S. 105)

[2] Dekalin, heutige Schreibweise: Decalin (auch Decahydronaphthalin, Perhydronaphthalin, Bicyclo[4.4.0]decan) ist eine farblose Flüssigkeit. Es wird durch katalytische Hydrierung von Naphthalin hergestellt und als Lösungsmittel (z. B. in Schuhcreme) verwendet.

[3] Herr Johannes Werding (stellv. Technischer Leiter Ölhof Bleckede 1940-42), Tonbandprotokoll 1988, aufgenommen von Herrn Walter Neumann, Stadtarchiv Bleckede.

 

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